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Das war der Marktplatz 2010

Pressemitteilung, 22. Juni 2010

Handeln mit Herz – ohne Geld

Bereits zum zweiten Mal machten mitten in Linz gemeinnützig-soziale Organisationen und Wirtschaftsunternehmen aus ganz Oberösterreich am „Marktplatz Lebensnetze“ Geschäfte auf gleicher Augenhöhe. Das besondere daran: Verhandelt wurden wieder nur Sachspenden, Know-how, Man-/Womanpower, Zeit oder Dienstleistungen. Alles war erlaubt, nur nicht Geld.
Insgesamt kamen dabei 123 Engagement-Vereinbarungen zu Stande. Experten bewerteten diese mit einem Gegenwert von EUR 238.000,-.

LINZ. Reges Treiben in bunter Atmosphäre – eben wie auf einem Marktplatz. Diese Stimmung erlebte man am 22. Juni 2010 in der Wirtschaftskammer OÖ in Linz. Grund dafür: Der Verein Institut Lebensnetze hatte zum 2. Marktplatz Lebensnetze eingeladen.
Über 30 Wirtschaftsunternehmen und Freiberufler und 25 gemeinnützig-soziale Organisationen trafen sich im Julius Raab-Saal der WKOÖ, um die verschiedensten Wünsche und Projekte zu verhandeln. So bunt gemischt wie die Teilnehmer des Marktplatzes, waren auch die verschiedenen Engagement-Vereinbarungen, die an diesem Nachmittag beschlossen wurden. Nur eines hatten alle 123 abgeschlossenen Geschäfte gemeinsam: es ging nicht um’s Geld! Denn am Marktplatz wurden nur Sachspenden, Know-how, Man-/Womanpower oder Dienstleistungen gehandelt.
So stellt beispielsweise RBS Rohrbau Schweißtechnik der Caritas ein Gerätehaus für einen Kindergarten zur Verfügung, als Gegenleistung gibt’s einen Workshop für RBS zum Thema „Umgang mit Menschen mit Beeinträchtigung“. Trauner Druck übernimmt die Produktion von Lesezeichen der Organisation assista und erfährt dafür in einem Workshop alles über „rückenschonendes Arbeiten“. Die Energie AG Oberösterreich überlasst der Lebenswelt Schenkenfelden rund zwei Tonnen Altkabel, deren Kupferreste zu Kunstwerken weiter verarbeitet werden – 2 Klavierkonzerte gibt’s als Gegenleistung. Zäune, Waschbetonplatten und Begrenzungssteine stellt GLS Bau und Montage einem oberösterreichischen Projekt von „Helfen um zu Lernen“ in Rumänien zur Verfügung. Dafür darf GLS in Zukunft auf Hilfe beim Übersetzen und Dolmetschen zählen. Spendabel zeigte sich auch das Bowling Center Linz-Pasching: Hier dürfen gleich mehrere gemeinnützig-soziale Organisationen einen Bowlingabend samt Verpflegung erleben.
Wie im Vorjahr moderierte ORF-Redakteur Günther Hartl den Marktplatz Lebensnetze und eröffnete das bunte Handelstreiben mit einem Gong. Fast zwei Stunden verhandelten die Teilnehmer schließlich auf gleicher Augenhöhe und füllten insgesamt 123 Engagement-Vereinbarungen aus. Diese wurden vor Ort von einem Expertenteam nicht nur auf ihre Gültigkeit überprüft, sondern mit einem vergleichbaren Gegenwert bemessen. Insgesamt entsprechen die 123 vereinbarten Engagements einem Gegenwert von EUR 238.000,-.

Auch Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer schaute beim 2. Marktplatz Lebensnetze vorbei und überzeugte sich vor Ort von der bunten Marktplatzatmosphäre: „Ich freue mich von ganzem Herzen, dass diese Veranstaltung eine so erfolgreiche Entwicklung genommen hat. Denn dieses Projekt ist ein im besten Sinn des Wortes – hochpolitisches: Es ist ein gemeinschaftliches, ein großartiges Engagement von Menschen für Menschen in unserer Region.“

Staatssekretärin Christine Marek vom Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend war erstmals beim Marktplatz Lebensnetze und bezeichnete die Veranstaltung als Vorzeigeprojekt: „Der Marktplatz Lebensnetze ist nicht nur ein kraftvolles Zeichen der Solidarität innerhalb Oberösterreichs. Er ist ein Vorzeigeprojekt für nachhaltiges und solidarisches Handeln in der Region, ein zukunftsorientiertes Modell zur Nutzung bislang kaum erkannter Synergien. Der Marktplatz vernetzt die Strukturen der Wirtschaftswelt und des Sozialen und schafft damit neue ‚Lebensnetze‘!“

„Hausherr“  und Oberösterreichs Wirtschaftskammerpräsident Dr. Rudolf Trauner nahm Bezug auf den Veränderungsprozess, dem sowohl die Wirtschaftswelt, als auch das Sozialsystem unterliegen: „Wo Systeme sich verändern, tun sich auch neue Zukunftschancen auf: ‚Spielräume‘ für neues Handeln, neue ‚Handlungsräume‘, neue ‚Lebensräume‘. Dieser Marktplatz ist für mich genau so ein neuer ‚Handlungsraum‘: für das Ausprobieren neuer Verhaltensweisen, für das Entwickeln neuer Kooperationsformen, für das effektive Zusammenführen von Wirtschafts- und Sozialkompetenz.“

„Nach der erfolgreichen Premiere im Vorjahr bestand kein Zweifel: Diese Veranstaltung muss wiederholt werden; und zwar ganz im Sinne der gesellschaftlichen Verantwortung, die Unternehmen gegenüber ihrer Region haben“, so KommR Ing. Dr. Johann Grünberger, Präsident des Vereins Institut Lebensnetze, der sich bei allen Teilnehmern und Helfern für ihren Einsatz bedankte. Er zeigte sich vom heurigen Ergebnis überwältigt: „Waren es im Juni 2009 insgesamt 102 Engagement-Vereinbarungen mit einem Gegenwert von EUR 194.000,-, so wurden beim 2. Marktplatz Lebensnetze 123 Vereinbarungen gehandelt, die einem Gegenwert von EUR 238.000,- entsprechen.“

Unterstützt wurde der 2. Marktplatz Lebensnetze von der VKB-Bank, der OÖ. Versicherung und der OÖ. Ferngas.
„Die VKB-Bank übernimmt als verlässlicher Partner in der Region auch soziale Verantwortung und ist im Bereich Social Sponsoring immer wieder aktiv. Als heimische Regionalbank beteiligen wir uns gerne am Projekt Marktplatz Lebensnetze und unterstützen damit eine Initiative, die es ermöglicht, auch einmal ohne Geld zu helfen. Bereits zum zweiten Mal unterstützen wir als VKB-Bank diese besondere Idee und freuen uns, dass wir bei dieser sozialen Initiative so aktiv mitwirken können“, so VKB-Vorstandsdirektor Dr. Adam Schwebl.

„Die Oberösterreichische Versicherung unterstützt zahlreiche soziale Organisationen in Oberösterreich. Wir treten aber auch gerne als Partner wichtiger sozialer Projekte auf, die punktuell, aber höchst effektiv, um sozialen Ausgleich im Land bemüht sind. Mit dem Marktplatz Lebensnetze wurde im Vorjahr eine Plattform ins Leben gerufen, um in Not geratene Menschen unmittelbar und rasche Hilfe zukommen zu lassen. Zahlreiche Unternehmen und Organisationen haben im Rahmen dieses Sozial-Events die Möglichkeit genutzt, um auf unbürokratischen Wege mit ihrer Kompetenz, ihrem Know how und ihrer Leistung aushelfen können. Ein wunderbares Konzept, dass Sinn stiftet und ausnahmslos allen Beteiligten in positiver Erinnerung bleibt. Für uns als Oberösterreichische Versicherung war es daher auch heuer wieder selbstverständlich, dieses Konzept Marktplatz Lebensnetze am 22. Juni 2010 als Partner tatkräftig zu unterstützen“, erklärt Dr. Wolfgang Weidl, Generaldirekter der OÖ Versicherung.

Die Marktplatz-Methode basiert auf einem niederländischen Modell, das die Bertelsmann-Stiftung im Jahr 2006 in den deutschsprachigen Raum gebracht hat. Diese Methode schafft die Rahmenbedingungen für den notwendigen gesellschaftlichen Austausch zwischen Unternehmen/Freiberuflern und gemeinnützig-sozialen Organisationen.

Organisiert wurde die Veranstaltung vom Verein Institut Lebensnetze (gegründet im Jahr 2004). Der Verein versteht sich als Plattform für gemeinnützig-soziale Kooperation in Oberösterreich und unterstützt Unternehmen in der Entwicklung und Umsetzung sozialer Projekte im Sinne von „Corporate Citizenship“. Die Mitglieder des Vereins beschäftigen sich damit, soziale Aspekte – ohne wirtschaftliche Hintergedanken – zu fördern und sich so für sozial Benachteiligte zu engagieren.

Für weitere Fragen steht Ihnen zur Verfügung:
Mag. Manfred Schietz, OÖ. Ferngas AG
Tel.: + 43 (732) 3883-2050, Mobil: +43 (664) 60512 2050
E-Mail:



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